Der letzte Rest vom Schützenfest

Nachdem ich mit der restlichen, etwa 10 ml Bateriophagenflüssigkeit SniPha-360 die Akne wieder in die Schranken gewiesen habe ist mein Vorrat aufgebraucht. Neue Phagen beziehe ich diesmal von der anderen Quell, in der Hoffnung, dass die auch so gut wirken. 5 Ampullen zu 10 ml kosten etwa 100 € mit Versand. Ich bin gespannt.

Die Wirkung ist der Phagen ist wirklich gut. Es reichen wenige Phagen am Ziel aus, um eine Kettenreaktionsartige Vermehrung zu bewirken und die störenden Keime aus CPAP-Maske, Neopren-Haltebändern und der Haut zu besiegen. Es ist so ein 3-Tages-Ablauf, wenn die Startdosis sehr sparsam war. Ich trage die Flüssigkeit mit einem Zerstäuber auf und verreibe sie dann mit den Händen. Die Hände verteilen dann die Phagen auch sonst wo, was sehr vorteilhaft ist. Denn wo man sich kratzt, sind die Phagen auch gleich vor Ort. Der einzige Nachteil ist, man benötigt immer die richtigen Phagen und da kann es eben sein, dass die, die ich jetzt habe, gar nicht alle bakteriellen Hautprobleme lösen. Die vielzahl an Keinarten und der nicht ganz ursächliche Lösungsansatzprädestinieren für eine fortlaufende, sich wiederholende Therapie mit wechselnden Gegnern. Auch werden die Phagen vom eigenen Immunsystem erkannt und bekämpft, also ist die Wirkung von vielen Faktoren abhängig.

Zum Thema gehörige Website.

Staphefekt™ Technologie

Über Phagen habe ich nun schon berichtet. Nun gibt es noch einen Weg, unerwünschte Bakterien los zu werden. Diese relativ neue Methode basiert auf Enzymen, welche ausschließlich das unerwünschte Bakterium eleminieren. Diese Enzyme heißen Endolysine. Diese Stoffe nutzen ursprünglich die Bakteriophagen und heißen dann Phagenendolysine. Der Nachteil der synthetischen Endolysine, dass sich dieser Wirkstoff nicht, wie es die Bakteriophagen tun, selbst an den Bedarf anpasst und vermehrt, bis alle Bakterien beseitigt sind, sondern es muss „nachgefüllt“ werden. Ein Depoteffekt ist ebenso wie bei den Phagen nicht zu erwarten, so dass nach kurzer Zeit eine Neubesiedelung mit den unerwünschten Keimen stattfinden kann. Somit ist auch hier die fortlaufende Behandlung notwendig, bis das Mikrobiom wieder stabilisiert ist. Ebenso, wie bei den Bakteriophagen, ist nicht mit Resistenzen zu rechnen. Auch das Nebenwirkungsprofil ist sehr gut, denn außer durch Endotoxine ausgelöste Vergiftungserscheinungen, wie bei Salmonellosen möglich, ist mit unerwünschten Wirkungen nicht zu rechnen. Da diese Endolysine Proteine sind, ist jedoch theoretisch eine allergische Reaktion möglich.

Das niederländische Biotech-Unternehmen Micreos hat EU-Fördergelder in Höhe von 2,5 Mio Euro erhalten, um die für Zulassungsverfahren in Europa nötigen Maßnahmen zu fördern und hält das Patent auf diese Endolysine. Die Produkte sind unter der Marke Gladskin zu finden und sollen Akne, Rosazea , Neurodermitis, Rasuriritationen und Couperose behandeln.