Der Buchen-Streckfuß

Bunt und kontrastreich mit Borsten dran? „Ich bin ungenießbar und möglicherweise giftig!“ (Foto: M. Sick)

Die Raupe des Buchen-Streckfuß ist sehr auffällig und gut bestimmbar. Starke Kontraste, knallige Farben und reichlich Borsten senden eine klare Botschaft: „Nur gucken! Nicht anfassen! Ich bin ungenießbar und möglicherweise giftig!“. Manch eine Raupe denkt sich dann aber, „Woher soll ich das eigentlich wissen?“ und verkrümelt sich dann so schnell wie möglich.

Der Schmetterling dazu oder Imago wie es auch heißt, ist weit weniger auffällig. Calliteara pudibunda ist ein überwiegend nachtaktiver Schmetterling und wird oft mit allen möglichen braunen Schmetterlingen der Nacht in den Mottentopf geworfen.

Die Haus-Feldwespe

Die Haus-Feldwespe (Polistes dominula) hat wie alle Wespen, Bienen und Hummeln, 4 Flügel, also zwei Flügelpaare. Unten an den Flügelansätzen sind auf jeder Seite zwei gelbe Keratinschilde, unter bei denen je die Flügel ansetzen. Fliegen haben nur ein Flügelpaar und ein Keulenpaar (diese erzeugen den typische Schwirrton)

Haus-Feldwespe (Polistes dominula) – die rotorangen Fühler und langen Hinterbeine sind ein wichtiges arttypisches Merkmal. (Foto: U. Sick/Gerbisbach)

Hornissenschwebfliege

Die Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria) ist allein schon durch seine Größe ein beeindruckendes, schönes Insekt.

Ich habe es in Gerbisbach an einem Sommerflieder entdeckt. Die Lage ist auch hier echt abgefahren beängstigend, weil so wenig Insekten unterwegs sind. In meiner Jugend war es nicht möglich auf einem Sommerflieder ein einzelnes Insekt auf einer Blütenrispe zu fotografieren, weil soviel los war.

Die Larve ernährt sich in Nestern von Wespen, Hummeln oder Hornissen von dort verendenden oder gestorbenen Larven. Das bringt dem einen Partner in dieser Beziehung Nahrung, dem anderen Hygiene – Kommensalismus.
Imago kommt nach Larve und Puppe. Imago wird das geschlechtsreife Insekt genannt. Das stellt das „Bild“ der Art dar, daher Imago.
Die Hornissenschwebfliege ernährt sich als Imago vom Nektar verschiedenster Blüten.
Wie für Insekten üblich hat auch dieses 6 Beine. Wie für Fliegen üblich hat dieses Insekt ein Flügelpaar und nicht zwei, wie die Bienen und Wespen. Das ist ein sicheres Unterscheidungsmerkmal – gerad für den Laien.
Die weißen Körnchen am Flügelansatz können Parasiten sein.

Der Faulbaum-Bläuling

Ein Faulbaum-Bläuling den ich in Fissau auf dem Blauregen gefunden habe.

Hier in der Region einer der wenigen Tagfalter die man jetzt noch antrifft. Es ist viel weniger geworden. Traf ich vor 25 Jahren jeden Tag noch mindestens 20 Arten an tagaktiven Schmeterlingen in unserem Garten an, so freue im mich heute noch über den kleinen Kohlweißling, den kleinen Fuchs, gelegentlich ein Tagpfauenauge und den Faulbaumbläuling. Distelfalter, Admiral, Schachbrett-Falter, Dickkopffalterarten, Landkärtchen, Ochsenaugen, großer Perlmutterfalter, Zygenen, … alle sehr seltene Besucher geworden. Dabei ist unser Garten minimal kultiviert, ebenso die in der direkten Nachbarschaft. Es ist überall erkennbar, dass die intensive Landwirtschaft ihre einst absehbaren Früchte trägt.