Die Haus-Feldwespe

Die Haus-Feldwespe (Polistes dominula) hat wie alle Wespen, Bienen und Hummeln, 4 Flügel, also zwei Flügelpaare. Unten an den Flügelansätzen sind auf jeder Seite zwei gelbe Keratinschilde, unter bei denen je die Flügel ansetzen. Fliegen haben nur ein Flügelpaar und ein Keulenpaar (diese erzeugen den typische Schwirrton)

Haus-Feldwespe (Polistes dominula) – die rotorangen Fühler und langen Hinterbeine sind ein wichtiges arttypisches Merkmal. (Foto: U. Sick/Gerbisbach)

Hornissenschwebfliege

Die Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria) ist allein schon durch seine Größe ein beeindruckendes, schönes Insekt.

Ich habe es in Gerbisbach an einem Sommerflieder entdeckt. Die Lage ist auch hier echt abgefahren beängstigend, weil so wenig Insekten unterwegs sind. In meiner Jugend war es nicht möglich auf einem Sommerflieder ein einzelnes Insekt auf einer Blütenrispe zu fotografieren, weil soviel los war.

Die Larve ernährt sich in Nestern von Wespen, Hummeln oder Hornissen von dort verendenden oder gestorbenen Larven. Das bringt dem einen Partner in dieser Beziehung Nahrung, dem anderen Hygiene – Kommensalismus.
Imago kommt nach Larve und Puppe. Imago wird das geschlechtsreife Insekt genannt. Das stellt das „Bild“ der Art dar, daher Imago.
Die Hornissenschwebfliege ernährt sich als Imago vom Nektar verschiedenster Blüten.
Wie für Insekten üblich hat auch dieses 6 Beine. Wie für Fliegen üblich hat dieses Insekt ein Flügelpaar und nicht zwei, wie die Bienen und Wespen. Das ist ein sicheres Unterscheidungsmerkmal – gerad für den Laien.
Die weißen Körnchen am Flügelansatz können Parasiten sein.

Schwarzes Bilsenkraut – eine beinahe exotische Schönheit

Hyoscyamus niger habe ich noch nicht so oft bewusst angeschaut. Es fiel mir am Rand eines Sonnenblumenfeldes bei Jessen (Elster) an der Gerbismühle, nahe der Schweinemastanlage auf. Ich muss nicht besonders erwähnen, dass ich Schweinemastanlagen für Wahnsinn im großen Stil erachte.

Schwarzes Bilsenkraut
Schwarzes Bilsenkraut

Bilsenkraut ist ziemlich giftig und wurde seit der Antike als Medizin (ein Schmerzmittel wie Opium) und Rauschdroge verwendet. Schon damals galt das schwarze Bilsenkraut als besonders gefährlich da es schwer zu dosieren ist, denn die therapeutische Breite der Wirkstoffe ist sehr gering und das Überschreiten der Grenzen schnell tödlich. Die Konzentrationsschwankungen sind von Pflanze zu Pflanze und Teil zu Teil der Pflanze recht hoch. Vor dem Vergiftungstod durch diese Gifte kommt meist eher der Erstickungstod durch Atemlähmung. Diese dürfte aber wesentlich unangenehmer sein als bei Opiaten, da es hierbei wohl zum Todeskampf kommt, da nicht der Atemantrieb sondern die Atemmuskulatur gestoppt wird. – Ganz schön garstig.

Gelbe, dunkel genetzte Blüten

Es gibt auch einige andere Arten vom Bilsenkraut, wie z. B. das weiße, rote und das ägyptische. Sie gelten als weniger giftig. Dieses hier, also das schwarze Bilsenkraut, steht auf der roten Liste. Auf dem Acker, bei den Sonnenblumen, wird das wohl nichts nützen – und tschüss.

Im Kräuterverzeichnis kann man noch weitere allerdings zu überprüfende Informationen finden.

Der Faulbaum-Bläuling

Ein Faulbaum-Bläuling den ich in Fissau auf dem Blauregen gefunden habe.

Hier in der Region einer der wenigen Tagfalter die man jetzt noch antrifft. Es ist viel weniger geworden. Traf ich vor 25 Jahren jeden Tag noch mindestens 20 Arten an tagaktiven Schmeterlingen in unserem Garten an, so freue im mich heute noch über den kleinen Kohlweißling, den kleinen Fuchs, gelegentlich ein Tagpfauenauge und den Faulbaumbläuling. Distelfalter, Admiral, Schachbrett-Falter, Dickkopffalterarten, Landkärtchen, Ochsenaugen, großer Perlmutterfalter, Zygenen, … alle sehr seltene Besucher geworden. Dabei ist unser Garten minimal kultiviert, ebenso die in der direkten Nachbarschaft. Es ist überall erkennbar, dass die intensive Landwirtschaft ihre einst absehbaren Früchte trägt.